Manche Medikamente verstärken die Wirkung von Kaffee.
CYP1A2 ist ein Leberenzym, das am Koffeinstoffwechsel beteiligt ist. Bestimmte Medikamente, wie Fluorchinolone (Ciprofloxacin, Norfloxacin), einige Neuroleptika (Clozapin, Olanzapin), einige Antidepressiva (Imipramin, Clomipramin, Fluvoxamin) oder Antiemetika (Ondansetron), können dieses Enzym hemmen und dadurch den Abbau von Koffein im Körper verlangsamen. Koffein bleibt länger aktiv, was Nebenwirkungen wie Nervosität, Herzklopfen oder Schlafstörungen verstärken kann. Daher wird empfohlen, bei hohem Kaffeekonsum die Koffeinzufuhr während der Einnahme dieser Medikamente einzuschränken.
(1) Carrillo JA, Benitez J. Klinisch relevante pharmakokinetische Wechselwirkungen zwischen Koffein aus der Nahrung und Medikamenten. Clin Pharmacokinet. August 2000;39(2):127 53.